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Praktikumsbörse

Test 2018

Die besten Praktikumsbörsen 2018

Praktikumsbörsen – Zielgruppe, Arten, Honorar und mehr

Praktika gehören heute in jeden Lebenslauf und können sowohl der ersten Berufsorientierung dienen, als auch ein Sprungbrett für den Karrierestart sein. Vor Allem Studierende nutzen die Möglichkeit des Praktikums, um theoretisch Erlerntes praktisch anwenden zu können, ihre Fähigkeiten im Fach unter Beweis zu stellen und neue Schlüsselqualifikationen zu erlangen.

Doch die Fähigkeiten und Interessen eines Jeden sind trotz gleichem Fach meist sehr unterschiedlich, sodass es keine Patentlösung für einen geeigneten Praktikumsplatz gibt. Es folgt also die Suche nach dem Stellenangebot eines Unternehmens, das zum Bewerber sowie seinem Können und seiner Aufmerksamkeit passt.

Zahlreiche Online-Portale bieten an dieser Stelle Abhilfe und versprechen beste und maßgeschneiderte Stellenangebote für ihre Nutzer. Da diese oft unübersichtlich und verwirrend sein können, haben wir uns einige angeschaut und eine Top 5 der besten Praktikumsbörsen zusammengestellt. Doch bevor wir näher auf die einzelnen Praktikumsbörsen eingehen, klären wir auf, in welchen Situationen Praktika angebracht sind, wie Sie vergütet werden und worauf Sie beim Antritt eines Praktikums achten sollen – auch aus rechtlicher, steuerlicher und versicherungstechnischer Sicht.

Für wen ein Praktikum geeignet ist

Spielen Sie mit dem Gedanken, ein Praktikum Ihrer Wahl zu beginnen? Sie wissen allerdings noch nicht, ob diese Art der beruflichen Zusammenarbeit das Richtige für Sie ist? Fakt ist, dass es zahlreiche Situationen und Begründungen gibt, ein Praktikum starten zu wollen – oder auch starten zu müssen.

Zielgruppe Beschreibung
Schüler Hierbei handelt es sich um ein Pflichtpraktikum, um eine Auswahl über einen passenden Beruf zu treffen.
Schüler auf einem Berufskolleg Auch dies ist ein Pflichtpraktikum, bei dem Praxiskenntnisse erworben werden sollen, ehe eine feste Arbeitsaufnahme bevorsteht.
Studenten Für Studenten gibt es ebenso ein Pflichtpraktikum, um das theoretische Wissen mit praktischen Kenntnissen zu verknüpfen.
Auszubildende Dies gilt nur für einige Ausbildungsberufe und nennt sich „Anerkennungspraktikum“. Dies ist beispielsweise bei einer schulischen Ausbildung zum Kinderpfleger oder Ergotherapeut der Fall, damit der Berufsabschluss vollumfänglich anerkannt werden kann.
Umschüler Während einer Umschulung gibt es ebenso ein Pflichtpraktikum, welches wie in einer betrieblichen Ausbildung bei einer dualen Ausbildung betrachtet wird.
Arbeitslose Für Arbeitslose gibt es viele Gründe, ein Praktikum aufzunehmen. Es kann sich um eine Eignungsfeststellung handeln (sowohl persönlicher als auch fachlicher Natur). Teilweise wird von der Arbeitsagentur auch ein Pflichtpraktikum vorgeschrieben – der oder die Arbeitslose kann jedoch auch ein freiwilliges Praktikum durchführen, ehe eine Stelle aufgenommen wird.
Berufsunfähige oder Rehabilitanden Ehe eine betroffene Person die möglichen Umschulungs-Kosten von einem Kostenträger bewilligt bekommt, ist oft ein Praktikum nötig, um beispielsweise herauszufinden, welche beruflichen Möglichkeiten überhaupt bestehen. Das wird auch angewandt, wenn das Krankheitsbild nicht ganz eindeutig ist.

Gerade Schüler-Praktika sollten von den Schülern ernstgenommen werden, da hier oftmals der Grundstein für den weiteren Berufsweg gelegt wird. Wenn sich ein Schüler entschließt, ein Praktikum in einem bestimmten Beruf durchzuführen und stellt anschließend fest, dass dieser Beruf doch nicht das Richtige ist – so bewahrt ihn dieses kurze Praktikum vor einer mehrjährigen Ausbildung, die er möglicherweise bereuen würde.

Merke: Mit einem Praktikum können Schüler ihre beruflichen Leidenschaften entdecken – Studenten, Auszubildende und Umschüler eine Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis herstellen – Arbeitslose und Berufsunfähige einen Einblick in das zukünftige und eventuelle Arbeitsleben erhalten.

Bekannte Praktikums-Arten im Überblick

Es gibt nicht nur unzählige Berufs-Variationen, beispielsweise Vollzeit, Teilzeit, 400-Euro-Kräfte und vieles mehr – auch im Praktikumsbereich ist die Auswahl einer möglichen Zusammenarbeit groß. Wir überblicken für Sie die verschiedenen Arten der Praktikums-Angebote.

Praktikum Beschreibung
Freiwilliges Praktikum Die angenehmste Art des Praktikums ist mit Sicherheit das freiwillige Praktikum. Dieses Praktikum ist unabhängig eines Studiums oder eine Ausbildung und wird stattdessen durchgeführt, weil sich der Teilnehmer beruflich orientieren oder neue Bereiche kennenlernen möchte.
Vorpraktikum Einige Studiengänge setzen eine Zulassung voraus, bei der bereits im Vorfeld eines Studiums ein Praktikum absolviert werden muss. Dadurch soll der Student besser beurteilen können, ob das gewählte Studium wirklich das Richtige für ihn ist.
Zwischenpraktikum Bei vielen Studiengängen sind Zwischenpraktika Pflicht, was bedeutet, dass der Student in der Mitte des Studiums ein Praktikum absolvieren muss, um das erlernte Wissen auch fachlich umzusetzen. Unterschieden wird hierbei zwischen dem geregelten oder ungeregelten Pflichtpraktikum. Ist das Praktikum geregelt, so werden viele Faktoren (z.B. Art, Nachholfristen, Zeitpunkt, Dauer, Inhalte, Dokumentation etc.) von der Hochschule festgelegt. Bei einem ungeregelten Praktikum werden dagegen nur Zeit und Dauer festgelegt, nicht aber die weitere Gestaltung.
Nachpraktikum Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Praktikum, welches nach einem erfolgreichen Abschluss eines Studiums absolviert wird.
Schülerpraktikum Auch hier ist der Name Programm: Das Schülerpraktikum gibt Schülern die Möglichkeit, bereits während der Schulzeit einen Ausflug in die Berufswelt zu machen und herauszufinden, welche berufliche Richtung für die Zukunft geeignet sein könnte. Bekannt ist das Schülerpraktikum auch als Berufspraktikum oder Betriebspraktikum. In den meisten Fällen ist dieses Praktikum auf eine Woche oder 14 Tage beschränkt und wird wahlweise in der achten oder neunten Klasse; auf dem Gymnasium dagegen in der neunten oder elften Klasse absolviert.
Auslandspraktikum Wer bei einer Bewerbung für eine Stelle nicht nur inländische Arbeitserfahrungen mitbringt, sondern auch im Ausland aktiv war, ist bei Arbeitgebern gerne gesehen. Wer ein Auslandspraktikum absolviert hat, glänzt in der Regel mit besseren Fremdsprachenkenntnissen und der Fähigkeit, mit anderen Kulturen sehr gut umgehen zu können. Dieses Praktikum weist außerdem darauf hin, dass der Bewerber einen hohen Organisationsaufwand bewältigt ist, global denkt, flexibel und mobil ist und zudem eine hohe Anpassungsfähigkeit besitzt.

Vergütung – wie viel Sie beim Praktikum verdienen können

Geht es um die Vergütung eines Praktikums, so kommt es auch hier darauf an, in welcher Situation Sie sich befinden und welche Art von Praktikum durchgeführt wird.

Immerhin gilt:
Seit dem 1. Januar 2015, als in Deutschland der Mindestlohn eingeführt wurde, haben auch Praktikanten in vielen Fällen Anspruch auf einen Stundenlohn, der bei mindestens 8,50 Euro liegen muss. Pro Monat sind damit knapp 1.500 Euro brutto möglich, was im Vergleich zu vorherigen Zeiten einem Quantensprung gleicht.

Um von diesem Mindestlohn zu profitieren, müssen jedoch vom Praktikanten einige Voraussetzungen erfüllt sein.

  • Es darf sich nicht um ein Pflichtpraktikum handeln: Ein Pflichtpraktikum, welches beispielsweise Schüler, Auszubildende und Studenten durchführen, muss nicht mit dem Mindestlohn vergütet werden.
  • Das freiwillige Studien-Praktikum dauert länger als drei Monate: Handelt es sich nicht um ein Pflichtpraktikum der Prüfungsordnungen, so sollte ein freiwilliges Praktikum absolviert werden – wahlweise begleitend zum Studium oder nach dem Abschluss. Wenn dieses Praktikum länger als drei Monate andauert, muss der Arbeitgeber den Mindestlohn zahlen, was für viele Unternehmen nicht möglich oder wirtschaftlich ist. Es werden daher viele Praktika nur bis zu drei Monate angeboten, wenn diese Regelung umgangen werden soll.

Obwohl Pflichtpraktika, die von Schülern, Studenten oder Auszubildenden absolviert werden, nicht vergütet werden müssen, so erhalten diese Praktikanten dennoch häufig vom Unternehmen eine finanzielle Entlohnung, die freiwillig ist und vom Unternehmen selbst entschieden werden kann.

Wichtig: Die Vergütung ist nicht nur abhängig von der Art des Praktikums. Wichtig ist auch, in welchem Bereich Sie tätig sind. Praktikanten im Baugewerbe erhalten dem Praktikantenspiegel 2015 zufolge beispielsweise um die 900 bis 1.600 Euro brutto, was bei Praktikanten daher sehr beliebt ist. 700 bis 900 Euro verdienen Praktikanten dagegen im Durchschnitt bei Versicherungen, Banken oder Unternehmensberatungen, die im Finanzbereich tätig sind.

Die Höhe der Vergütung ist oftmals von der Dauer des Praktikums, aber auch dem Bundesland und dem Abschluss abhängig, sodass sich nicht fest sagen lässt, auf welche Vergütung Sie kommen. Zumal Sie bei einem Pflichtpraktikum gar keinen Anspruch auf Gehalt haben und bei einem freiwilligen Praktikum bis drei Monate ebenso wenig auf geltendes Recht verweisen können, da der Mindestlohn erst ab drei Monaten gezahlt werden muss.

Krankenversicherung beim Praktikum – das müssen Sie wissen

Wer ein Praktikum absolviert und damit aus dem Alltag „herausgerissen“ wird, stellt sich oft die Frage, ob diese berufliche Umstellung auch Auswirkungen auf die Krankenversicherung hat. Muss sich ein Praktikant selbst versichern oder bestimmte Regelungen beachten? Wir klären auf!

  • Ihr Alter: Zu Beginn ist Ihr Alter entscheidend, denn wenn Sie das 25. Lebensjahr beginnen, sind Sie verpflichtet, sich selbst zu versichern, da zu diesem Zeitpunkt die Familienversicherung ausläuft. Dabei kommt es nicht darauf an, welcher Tätigkeit Sie derzeit nachgehen. Auch als Student oder Schüler müssen Sie sich versichern.
  • Der Zeitpunkt des Praktikums: Die Versicherungsfrage ist außerdem vom Zeitpunkt abhängig, wann Sie das Praktikum durchführen. Wenn Sie noch unter 25 Jahren sind und das Praktikum vor oder nach dem Studium durchführen, so sind Sie nach wie vor familienversichert. Wenn Sie jedoch innerhalb des Studiums ein Praktikum durchführen, kommt es darauf an, ob es sich um ein Pflichtpraktikum oder ein freiwilliges Praktikum handelt. Wichtig ist außerdem, ob das Praktikum durchgeführt wird, während das Semester läuft oder während einer Zeit ohne Vorlesungen. Sie müssen keine Versicherungsbeiträge zahlen, wenn Sie während des Semesters nicht mehr als 20 Stunden Praktikumszeit erreichen – in diesem Fall wird die Zusammenarbeit innerhalb des Praktikums wie bei einem Minijob betrachtet. Auch in den Studien-Ferien sind Sie frei von der Krankenversicherungspflicht, sofern das Höchstalter und die Verdienstgrenze nicht überschritten werden.

Wie man sieht: Es gibt viele Faktoren, die beim Start eines Praktikums beachtet werden sollten. Wichtig für Sie ist stets die Art des Praktikums, Ihr Alter und der Zeitpunkt, an dem das Praktikum durchgeführt wird. Dadurch bestimmt sich unter anderem die Frage der Krankenversicherung, aber auch Ihr Anspruch und die Höhe eines eventuellen Gehaltes.

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