Muttertag 2019: So viel müssten Mütter eigentlich verdienen!

Eins ist klar: Muttersein ist ein Knochenjob. Zum Muttertag wird diese Arbeit wenigstens symbolisch gewürdigt. Doch wie viel sollten Vollzeitmütter eigentlich verdienen, wenn sie ein ihren Aufgaben entsprechendes Gehalt bekommen würden?

Die Redaktion des Vergleichsportals Warenvergleich.de hat ausgehend von den Durchschnittsgehältern der vielfältigen Tätigkeiten einer Mutter (oder auch von Vätern, die daheim bleiben) berechnet, wie viel sie in einer gerechteren Welt verdienen müsste:

  • Wenn die Arbeit einer Mutter wie auf dem offiziellen Arbeitsmarkt entlohnt würde, müsste sie monatlich ca. 7605 Euro brutto verdienen!
  • Eine Mutter hat einen 14-Stunden-Arbeitstag. Das sind 98 Arbeitsstunden pro Woche – schon allein deswegen müsste sie deutlich mehr Gehalt bekommen als der Durchschnittsangestellte.
  • In die Auswertung flossen die Arbeit als Erzieherin, Köchin, Raumpflegerin, Geschäftsführerin, Psychologin, Chauffeurin, Kinderkrankenschwester und Lehrerin ein.
  • Zur Berechnung wurde das Durchschnittsgehalt der jeweiligen Tätigkeit in Deutschland herangezogen.

Rostock – Trotz des Wandels der Geschlechterverhältnisse leisten in 60 % der Haushalte immer noch die Frauen den Hauptanteil der Erziehungsarbeit – selbst dann, wenn beide berufstätig sind (Quelle: Forsa). Die große Mehrheit der Bevölkerung ist außerdem der Meinung, dass die Erziehungsarbeit von Eltern nicht ausreichend anerkannt wird (Quelle: IfD Allensbach).

Um herauszufinden, wie hoch die finanzielle Anerkennung für die Arbeit als Vollzeitmutter (oder -vater) eigentlich ausfallen müsste, hat die Warenvergleich.de-Redaktion ein fiktives Gehalt aus den Tätigkeiten errechnet, die Mütter tagtäglich erbringen.

Mütter kommen auf ein fiktives Bruttogehalt von über 7600 Euro!

Laut dieser US-Umfrage unter 2000 Müttern kommen Vollzeitmütter auf ca. 14 Arbeitsstunden pro Tag und haben somit eine 98-Stunden-Arbeitswoche. Diese haben die Warenvergleich.de-Redakteure in die einzelnen Arbeitsstunden unterteilt und anhand der Durchschnittsgehälter der jeweiligen Berufe das angemessene Gehalt für den Job einer Mutter errechnet.

Das Ergebnis: Eine Mutter müsste für ihre Arbeit jeden Monat etwa 7605 Euro erhalten!

“Die Tätigkeiten einer Mutter zu quantifizieren, ist schwierig, da sich die einzelnen Aktivitäten oft überschneiden. Dennoch haben wir versucht, für die verschiedenen Aufgaben, die im Alltag anfallen, ungefähre Stundenwerte anzugeben”, erläutert Désirée Rossa von Warenvergleich.de, Diplom-Soziologin und Leiterin der Erhebung.

Mütter vereinen mindestens acht verschiedene Jobs in sich

So kam die Einschätzung der Redaktion zustande: “Wir gehen davon aus, dass von den 14 täglichen Arbeitsstunden 4 Stunden als “Erzieherin” und 2 Stunden bei der Hausaufgabenbetreuung als “Lehrerin” verbracht werden”, erklärt Expertin Rossa das Vorgehen. “4 Stunden entfallen in der Berechnung auf Kochen, Aufräumen und Putzen (“Köchin” und “Raumpflegerin”)”.

Als “Chauffeurin” kutschiert eine Mutter die Kinder rund 1,5 Stunden täglich zu Schule, Hort und Sportvereinen. Auch als Krankenschwester und Psychologin ist sie insgesamt ca. 1,5 Stunden pro Tag tätig. Und schließlich muss auch noch etwa eine Stunde Organisationsarbeit geleistet werden – die Mutter entspricht der “Geschäftsführerin” der Familie.

Entsprechend dieser Tätigkeiten wurden die Durchschnittsgehälter von Erzieherinnen, Köchinnen, Raumpflegerinnen, Geschäftsführerinnen, Psychologinnen, Chauffeurinnen, Kinderkrankenschwestern und Lehrerinnen auf die geleisteten Arbeitsstunden heruntergerechnet.

Bezahlung von Reproduktionsarbeit schon lange gefordert

“Die Arbeit, die (meist) Frauen und Mütter im Haushalt und bei der Kindererziehung leisten, ist für die Gesellschaft unverzichtbar – wird aber dennoch finanziell kaum gewürdigt”, führt Rossa aus.

Es handelt sich ebenso um Arbeit wie die auf dem offiziellen Arbeitsmarkt erbrachten Leistungen – doch abgesehen von etwas Kinder- und Elterngeld wird diese dennoch nicht bezahlt. “In feministischen Kontexten wird schon seit Langem gefordert, die meist von Frauen geleistete sogenannte ‚Reproduktionsarbeit‘ zu bezahlen”, so Expertin Rossa.

Und was ist mit den Vätern?

“Zwar bringen sich mit dem sich wandelnden Männer- und Vaterbild auch die Männer zunehmend im Haushalt ein. Laut einer Statista-Umfrage von 2017 sind sogar 76 % der deutschen Männer grundsätzlich bereit, auf die Karriere zu verzichten und für längere Zeit Hausmann zu sein”, erläutert Désirée Rossa von Warenvergleich.de. Allerdings zählte sich 2017 nur rund ein Achtel der Männer auch tatsächlich zu den Hausmännern (Quelle: IfD Allensbach).

“Zudem zeigen Studien, dass der Löwenanteil der Haus- und Erziehungsarbeit oft weiter an den Frauen hängen bleibt”, so Rossa weiter. In dem eher seltenen Fall, dass der Mann zuhause bleibt und die Hauptlast der Reproduktionsarbeit trägt, müsste ihm aber selbstverständlich dasselbe Gehalt zustehen.

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